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Schreibtisch mit sortierten Unterlagenstapeln neben einem geschlossenen Laptop
Haushaltsauflösung3. Sep 20262 Min. Lesezeit

Wie meldet man einen Todesfall bei Behörden und Versicherungen?

Nach einem Todesfall stehen Angehörige vor einer langen Liste von Stellen, die informiert werden müssen - und einige davon haben sehr kurze Fristen. Wer den Überblick behält, spart Geld und vermeidet Mahnungen mitten in der Trauer.

Bevor die eigentliche Haushaltsauflösung beginnt, sollten diese Punkte erledigt sein. Die wichtigsten Schritte in der richtigen Reihenfolge.

Schreibtisch mit gestapelten Behördenumschlägen und Formularen

Schritt 1: Die ersten 48 Stunden

Zuerst wird ein Arzt gerufen, der den Tod feststellt und die Todesbescheinigung ausstellt. Danach wird ein Bestatter beauftragt - viele übernehmen auf Wunsch gleich den Gang zum Standesamt. Der Todesfall muss dort spätestens am dritten Werktag angezeigt werden. Benötigt werden Todesbescheinigung, Personalausweis und je nach Familienstand Geburts-, Ehe- oder Scheidungsurkunde.

Schritt 2: Sterbeurkunden gleich mehrfach bestellen

Fast jede Stelle verlangt eine eigene Ausfertigung. Acht bis zwölf Exemplare sind eine realistische Zahl. Gleich mitbestellt kosten sie nur einen Bruchteil, später nachgefordert wieder den vollen Preis samt neuem Behördengang. Für Zwecke der gesetzlichen Renten- und Sozialversicherung werden sie gebührenfrei ausgestellt, wenn man das ausdrücklich angibt.

Nahaufnahme einer Dokumentenmappe mit Urkunden und Kartenhülle

Schritt 3: Die eiligen Meldungen

Besonders knapp sind zwei Fristen. Die gesetzliche Rentenversicherung muss innerhalb eines Monats informiert werden, weil überzahlte Renten sonst zurückgefordert werden. Lebensversicherungen verlangen häufig eine Meldung innerhalb von 24 bis 72 Stunden, sonst droht der Verlust des Anspruchs - ein Blick in die Police lohnt sofort. Ebenfalls zügig informiert werden Krankenkasse, Pflegekasse, Bank und Vermieter.

Schritt 4: Alles Übrige der Reihe nach

Danach folgen Arbeitgeber, Finanzamt, Kfz-Versicherung und Zulassungsstelle, Strom-, Gas- und Wasserversorger, Telefon- und Internetanbieter, Rundfunkbeitrag, Zeitungsabos, Vereine und Streamingdienste. Praktisch ist eine einfache Liste mit drei Spalten: Stelle, Datum der Meldung, Antwort erhalten. Die Post wird per Nachsendeauftrag umgeleitet - daraus ergeben sich in den folgenden Wochen die Verträge, an die niemand gedacht hat.

Leerer Behördenschalter mit Glastrennwand und Wartebereich

Fazit: Erst die Fristen, dann die Wohnung

Standesamt in drei Werktagen, Lebensversicherung oft binnen 72 Stunden, Rentenversicherung binnen eines Monats - diese drei Termine sind die teuersten, wenn sie verstreichen. Alles Weitere lässt sich in Ruhe abarbeiten.

Schreibtisch mit sortierten Unterlagenstapeln neben einem geschlossenen Laptop

Wenn danach die Wohnung ansteht: 07161 / 68 111 oder info@dieraeumung.de - Kontakt aufnehmen. Unterlagen werden gesichert, bevor geräumt wird.

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