













Emil Uhl (1864–1945) – Ansicht von Langenburg (Hohenlohe) um 1924, Öl auf LW
inkl. MwSt.
Seltene und stimmungsvolle Ansicht der Stadt Langenburg (Hohenlohe) vom Maler Emil Uhl (1864–1945). Das großformatige Gemälde zeigt den historischen Ortskern mit roten Ziegeldächern, Fachwerkhäusern, Obstblüte im Vordergrund und dem markanten Kirchturm. Die sanft ansteigende Hügellandschaft und die helle, detailreiche Ausführung verleihen dem Bild Tiefe und Authentizität.
Das Werk trägt unten rechts die Signatur „E. Uhl“ und entstand um 1924, was durch die rückseitige Widmung an den Langenburger Domänendirektor Ernst Mutschler belegt ist. Dieser wurde im selben Jahr (1924) zum Ehrenbürger von Langenburg ernannt. Die Beschriftung dokumentiert, dass das Gemälde dem hochverehrten Herrn Mutschler von den fürstlichen Beamten zum 40-jährigen Dienstjubiläum am 29. Juli 1924 überreicht wurde.
Details zum Werk:
Künstler: Emil Uhl (1864–1945)
Motiv: Ansicht von Langenburg, Hohenlohe, um 1924
Technik: Öl auf Leinwand
Signatur: unten rechts „E. Uhl“
Maße mit Rahmen: ca. 86 × 66 cm
Rahmen: goldfarbene Holzleiste der Zeit
Zustand: sehr gut erhalten, wenige altersbedingte Gebrauchsspuren, Leinwand stabil
Preisvorschlag willkommen, aber mit Kunstverstand
Int. 276
Zusatzinformation:
Emil Franz Uhl (* 1. März 1864 in Brüx, Königreich Böhmen; † 1945 in Bayerisch Gmain, Landkreis Berchtesgaden) war ein böhmisch-österreichischer Landschafts-, Genre- und Interieurmaler sowie Fotograf, der um das Jahr 1900 als Orientmaler bekannt wurde.
In den Jahren 1885 und 1886 studierte Uhl, Sohn eines Hotelbesitzers aus dem nordböhmischen Brüx, an der Kunstakademie Düsseldorf Malerei. Dort war Heinrich Lauenstein sein Lehrer. Anschließend besuchte er bis 1889 die Königliche Akademie der Bildenden Künste München. In den Jahren 1889 bis 1892 bildete er sich in Paris bei Léon Bonnat und Alfred Philippe Roll weiter aus.
Uhl unternahm ausgedehnte Studienreisen, in denen er Palästina, Syrien und den Libanon durchstreifte. 1899/1900 reiste er über das Osmanische Reich und den Kaukasus (Tiflis, Baku) nach Zentralasien (Buchara, Samarqand). Später lebte er sieben Jahre in Ägypten (Kairo) und nach dem Ersten Weltkrieg in München, wo er der Luitpold-Gruppe sowie als „Ritter Orient der Farbentönige“ der Münchner Schlaraffenvereinigung Monachia angehörte. Außerdem war er Mitglied im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands. Ab 1935 lebte er in Bayerisch Gmain.
Seine Werke waren auf zahlreichen Ausstellungen zu sehen, u. a. in Wien, Prag, Aussig, Karlsbad, Berlin, Paris, London (Grafton Galleries, 1906) und München (Glaspalast, 1905). Fotografien seiner Reisen zeigte er auf Lichtbildvorträgen, u. a. in der Münchner Orientalischen Gesellschaft.
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