Zum Inhalt springen

Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer

Weiter einkaufen
Schachtel mit losen Briefmarken und alten Briefumschlägen
An- und Verkauf12. Sep 20262 Min. Lesezeit

Wie verkauft man eine Briefmarkensammlung richtig?

Briefmarkenalben gehören bei einer Haushaltsauflösung zu den Funden, die am häufigsten überschätzt werden. Der Grund ist der Katalogwert, der in den Alben notiert ist und mit dem tatsächlich erzielbaren Preis wenig zu tun hat.

Im Auktionshaus lässt sich das schnell einordnen. Worauf es beim Verkauf ankommt.

Gestapelte Briefmarkenalben auf einem Holztisch

Schritt 1: Katalogwert richtig einordnen

Der Katalogwert ist ein Orientierungswert für einwandfreie Einzelstücke im Handel, kein Marktpreis. Bei gewöhnlichen Marken werden real oft nur fünf bis zehn Prozent davon erzielt, bei Massenware noch weniger. Wer mit einer Katalogsumme im Kopf in ein Gespräch geht, ist unweigerlich enttäuscht - das liegt nicht am Käufer, sondern an der Systematik des Katalogs.

Schritt 2: Was wirklich gefragt ist

Gesucht sind vor allem alte deutsche Staaten vor 1871, Deutsches Reich mit geprüften Marken, Kolonialausgaben, seltene Fehldrucke und vollständige Sätze in postfrischem Zustand. Ebenso interessant sind Briefe mit vollständigen Stempeln und nachvollziehbarem Laufweg, sogenannte Belege. Bundesrepublik-Marken aus den siebziger bis neunziger Jahren sind dagegen in gigantischen Mengen vorhanden - hier liegt der Wert häufig nur beim Frankaturwert.

Aufgeschlagenes Album mit Reihen von Briefmarken

Schritt 3: Nichts ablösen und nichts sortieren

Der teuerste Fehler ist, Marken von Briefen abzulösen. Ein vollständiger Beleg mit Umschlag, Stempel und Adressierung ist für Sammler oft ein Vielfaches wert gegenüber der einzelnen Marke. Ebenso wenig sollte umsortiert oder in neue Alben umgeklebt werden; die gewachsene Ordnung einer Sammlung ist Teil ihrer Nachvollziehbarkeit. Auch das Anfassen mit blossen Fingern schadet - dafür gibt es Pinzetten.

Nahaufnahme von Pinzette und Lupe auf einer Albumseite

Schritt 4: Alles zusammen anbieten

Eine Sammlung wird als Ganzes bewertet, nicht album- oder seitenweise. Wer nur die vermeintlich guten Teile zeigt und den Rest zurückhält, senkt den Preis, weil ein Käufer die verbleibende Masse nicht mehr mitnehmen will. Mitgebracht werden ausserdem Zubehör, Kataloge, Prüfatteste und lose Kisten - gerade in den ungeordneten Schachteln stecken erfahrungsgemäss die interessanten Stücke.

Fazit: Katalog ist nicht Markt

Entscheidend sind Alter, Seltenheit, Zustand und Vollständigkeit - nicht die Summe im Katalog. Belege bleiben ganz, nichts wird abgelöst oder umsortiert, und die Sammlung wird komplett vorgelegt.

Schachtel mit losen Briefmarken und alten Briefumschlägen

Im Zweifel vorher fragen: 07161 / 68 111 oder info@dieraeumung.de - Kontakt aufnehmen, bevor eine Sammlung weggegeben wird.

Teilen

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website ist durch hCaptcha geschützt und es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von hCaptcha.