Beim Modernisieren oder im Rahmen einer Haushaltsauflösung fallen alte Fenster und Türen oft gleich in grösserer Zahl an. Sie sind sperrig, schwer und bestehen aus mehreren Materialien - deshalb gehören sie weder in den Sperrmüll noch einfach in den Bauschuttcontainer.
In der Entrümpelung ist das ein Standardfall. Die wichtigsten Punkte, falls die Entsorgung selbst übernommen werden soll.

Schritt 1: Material bestimmen
Entscheidend ist, woraus Rahmen und Füllung bestehen. Holzfenster, Kunststofffenster mit PVC-Rahmen und Aluminiumfenster werden jeweils unterschiedlich verwertet. Bei Türen kommt hinzu, dass viele Innentüren eine Wabenpappe-Füllung haben, während alte Vollholztüren als Altholz gelten. Beschläge, Schlösser und Scharniere aus Metall werden vorher abgeschraubt und wandern zum Altmetall.
Schritt 2: Glas und Rahmen trennen
Fensterglas ist kein Altglas. Es hat eine andere Zusammensetzung als Flaschenglas und darf nicht in den Glascontainer. Verglasung wird deshalb als Flachglas gesondert angenommen. Wo möglich, wird das Glas vor der Anlieferung aus dem Rahmen gelöst - beim Ausbau immer mit Handschuhen und Schutzbrille, weil altes Glas beim Lösen des Kitts leicht splittert.

Schritt 3: Baujahr prüfen
Bei Fenstern aus den Jahren vor 1990 lohnt ein genauer Blick. Alte Dichtungsmassen und Fugenkitt können PCB enthalten, manche Rahmen sind mit bleihaltigen Lacken gestrichen. In diesen Fällen handelt es sich um Sonderabfall, der nicht über den normalen Bauschutt entsorgt werden darf. Wer unsicher ist, fragt beim kommunalen Entsorger nach - das kostet einen Anruf und erspart im Zweifel eine Rückweisung an der Waage.
Schritt 4: Anlieferung planen
Wertstoffhöfe nehmen Fenster und Türen an, allerdings meist nur in haushaltsüblichen Mengen und getrennt nach Materialart. Bei mehr als ein paar Stück wird ein Container oder ein Anhänger nötig, und bei Verglasung sind viele Höfe zusätzlich kostenpflichtig. Sperrige Elemente sollten flach geladen und gesichert werden, damit sie beim Transport nicht verrutschen.

Fazit: Trennen lohnt sich, Menge entscheidet
Wer Glas, Rahmen und Beschläge sauber trennt und das Baujahr im Blick hat, kommt mit ein bis zwei Fahrten aus. Bei einer kompletten Sanierung oder Hausauflösung wird die Eigenanlieferung dagegen schnell zur Dauerbaustelle.

Wenn das zu viel wird: 07161 / 68 111 oder info@dieraeumung.de - Kontakt aufnehmen für Ausbau, Trennung und fachgerechte Entsorgung in einem Zug.




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