Asbest ist eines der Themen, bei denen bei Haushaltsauflösungen in älteren Häusern besondere Vorsicht wichtig ist. Das Heimtückische daran: Man sieht einem Material meist nicht direkt an, ob Asbest enthalten ist. In Kellerdecken, Bodenbelägen und sogar in alten Blumenkästen wird immer wieder Asbest entdeckt - oft an Stellen, an die zunächst niemand gedacht hätte.
Die Frage "Ist da eigentlich Asbest drin?" gehört bei Häusern aus den 1960er bis 1980er Jahren bei einer Entrümpelung fast schon zur Routine. Im Folgenden geht es darum, wo Asbest typischerweise steckt und wie im Zweifel sicher vorgegangen wird.

Schritt 1: Baujahr als erster Hinweis
Der wichtigste erste Anhaltspunkt ist das Baujahr der Immobilie. Asbest wurde in Deutschland bis 1993 in zahlreichen Baustoffen verwendet, danach war die Verwendung verboten. Bei Häusern, die vor diesem Datum errichtet oder saniert wurden, lohnt sich grundsätzlich ein genauerer Blick. Das bedeutet nicht automatisch, dass überall Asbest verbaut ist - aber es lohnt sich, bei einer Haushaltsauflösung in solchen Häusern besonders aufmerksam zu sein.
Schritt 2: Typische Fundorte im Haus
Asbest findet sich erfahrungsgemäss an ganz bestimmten Stellen: in Dach- und Fassadenplatten, in Fliesenklebern und Spachtelmassen, in alten Bodenbelägen wie Cushion-Vinyl oder Floor-Flex-Platten, in Rohrisolierungen im Keller sowie in manchen Heizkörpernischen-Verkleidungen. Bei einer Haushaltsauflösung in Esslingen wurden einmal asbesthaltige Bodenplatten entdeckt, die unter mehreren Schichten neueren Bodenbelags versteckt lagen - ohne genaues Hinsehen wären die beim Ausräumen glatt übersehen worden.

Schritt 3: Warum man nicht selbst testen sollte
Von eigenmächtigen "Tests" durch Anbohren, Absplittern oder Anschleifen wird dringend abgeraten - genau dadurch werden gefährliche Fasern erst freigesetzt. Eine zuverlässige Einschätzung liefert nur eine Materialprobe, die von einem Fachlabor untersucht wird. Bei Verdachtsflächen wird im Rahmen einer Haushaltsauflösung entsprechend vorsichtig vorgegangen: Verdächtige Materialien bleiben zunächst unangetastet, bis Klarheit besteht.

Schritt 4: Wie es nach der Bestätigung weitergeht
Bestätigt sich der Verdacht, muss das betroffene Material fachgerecht und ohne Beschädigung entfernt, luftdicht verpackt und als Sonderabfall entsorgt werden. Bei grösseren Mengen ist dafür oft ein spezialisierter Fachbetrieb notwendig. Bei einer Haushaltsauflösung wird dieser Schritt in der Regel mit koordiniert, damit sich Eigentümer oder Erben nicht selbst um Fachfirmen und Formalitäten kümmern müssen.
Fazit: Im Zweifel lieber einmal zu vorsichtig sein
Asbest ist kein Grund, in Panik zu verfallen - aber ein Grund, bei älteren Häusern genau hinzuschauen, statt vorschnell selbst Hand anzulegen. Wer das Baujahr und die typischen Fundorte kennt, kann Risiken frühzeitig erkennen und richtig reagieren.

Bei Unsicherheit, ob bei einer Haushaltsauflösung Asbest verbaut sein könnte: 07161 / 68 111 oder info@dieraeumung.de - Kontakt aufnehmen und die Situation gemeinsam klären.



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